Kuhlhoffs Hof
Geschrieben von: sanel
Der Kuhlhoff war ursprünglich ein zehntfreies Kirchengut der Essener Äbtissin mit 3/4 Markenberechtigung an der Viehofer Mark. Er wird im Kettenbuch von 1332 "dey Hove upper Culen" genannt. Er lag in der Nähe der heutigen Barkhoffsiedlung.
In der Essener Stadtrechnung von 1489 kommt Evert of tem Kuelhoff vor. In der Landmartikel von 1668 ist Heinrich Kuhlhoff Aufsitzer. Der Hof ist 36 Morgen groß. 1795 wird der ganze Bauer Kuhlhoff genannt; der Hof wird als fürstliches Küchengut bezeichnet, ein sogenanntes Erbleibgewinngut. Letzte Gewinnträger waren Johann Diedrich Kuhlhoff und Anna Gertrud geb. Hinsel. Das Steuerverzeichnis von 1810 nennt den Ganzbauern Franz Kuhlhoff. Im Jahr 1902 geht der Hof im Wege der Erbfolge an die Witwe Anna-Maria Heutzen genannt Ostermann und deren 4 Kinder über. 1912 kommt der Hof in den Besitz der Köln-Neuessener Bergwerksgesellschaft.
Bis 1898 lag der Hof in der Bauerschaft Katernberg, wurde
dann mit einigen anderen Grundstücken nach Altenessen umgemeindet. Vor dem Zweiten
Weltkrieg war auf dem Hof der Pächter Nellessen. Schulklassen der umliegenden
Schulen besuchten diesen Hof, um die Landwirtschaft kennenzulernen. Die
Bergleute versorgten sich dort mit Stroh, das sie für ihre Tiere, aber auch als
Füllungen für Strohmatratzen nutzen.
Während des Zweiten Weltkrieges erlitt der Hof große Kriegsschäden. Ein vollständiger Wiederaufbau erfolgte nicht mehr. Nachdem dort die Bezirkssportanlage und das Kuhlhoff-Bad (heute Bürgerpark) entstanden sind, wurden die restlichen Ländereien, auch die des Hofes Schulte vorm Bruch, von dem Hof Terkamp bearbeitet. Auf dem Hof selbst befindet sich heute die "Jugendfarm Altenessen", ein beliebtes Ausflugsziel. Gepflegte Schrebergärten nehmen heute einen Teil des ehemaligen Ackerlandes ein, und der Nordfriedhof dehnt sich bis zur Jugendfarm aus.
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