Lokales
Dauerbaustelle Altenessener Straße
Geschrieben von: Dietmar Hollenberg Dienstag, 21. April 2009 um 17:32 Uhr
Das Chaos im Altenessener Süden hat begonnen. Die Altenessener Straße ist zwischen Seumannstraße und Hövelstraße/Lierfeldstraße für den Verkehr Richtung Norden gesperrt. Die Umleitung über die Hundebrinkstraße und die Lierfeldstraße ist seit letzter Woche eingerichtet.
Die alte Abwasserkanalisation ist in die Jahre gekommen. Die Rohre müssen dringend erneuert werden, damit sie nicht eines Tages unter dem Schwerlastverkehr einbrechen. Die Baustelle erfordert, daß die Straße einseitig komplett gesperrt wird.
Während der Verkehr Richtung Innenstadt (grüne Markierung) fast ungehindert fließen kann, ist die Umleitung Richtung Norden (gelbe Markierung) kaum in der Lage, den Verkehr aufzunehmen. Die Hundebrinkstraße ist nur einstreifig befahrbar, zusätzlich sind auf dem Abschnitt an Schulen und Kindergärten vorbei zwei Strecken, auf denen tagsüber nur 30km/h gefahren werden darf, und im Interesse unserer Kinder ist es wichtig, daß diese Geschwindigkeit auch eingehalten wird.
Die Gegenverkehrssituation auf der Lierfeldstraße wurde durch eine Einbahnstraßenregelung zwar teilweise entschärft, aber eine völlige Entschärfung war nicht möglich. Die Buslinien Richtung Stoppenberg/Katernberg können ohne totale Fahrplanumstellung nicht um den Baustellenbereich herum umgeleitet werden. Deshalb mußte dort zu einem Trick gegriffen werden: Die Busse fahren zunächst nicht entgegen der Einbahnrichtung über die Lierfeldstraße, sondern auf der anderen Seite des Bürgeramtes durch die "kleine" Lierfeldstraße (violette Markierung). An der Einmündung stoppen sie mit einer Anforderungsampel den Gegenverkehr, so daß sie entgegen der Einbahnrichtung das kurze Stück bis zur Einmündung der Hundebrinkstraße fahren können. Durch diese zusätzlichen Rotphasen wird der Abfluß aus der Hundebrinkstraße noch weiter herabgesetzt.
Der Verkehr aus dem südlichen Teil der Altenessener Straße wird über die Seumannstraße auf die Umleitungsstrecke geführt.
Für den Individualverkehr von Norden ist der Weg Richtung Stoppenberg/Katernberg über die Lierfeldstraße komplett gesperrt. Es wird dringend empfohlen, schon vorher über den Palmbuschweg und den Helenendamm auszuweichen. Auch der Verkehr auf der Lierfeldstraße Richtung Westen und Norden sollte diesen Weg vorrangig nutzen, denn durch die nötige Vorrangschaltung für die Hundebrinkstraße wird der Verkehr in dieser Richtung stark behindert.
Die kleinen Wohnstraßen zwischen Altenessener und Hundebrinkstraße wurden ausnahmslos zur Altenessener Straße hin abgesperrt, so daß dort kein Schleichwegverkehr möglich ist.
Chaotisch wird auch die Parksituation entlang der jeweiligen Bauabschnitte. Die Altenessener Straße ist sowieso schon knapp am Parkraum, und davon fällt jetzt noch zusätzlich der weg, der als Ablage- und Lagerplatz für die Baustelle benötigt wird.
Diese Situation wird uns für die nächsten 18 Monate begleiten. Da sich Baustellen aber nur selten an ihren Terminplan halten, können es auch zwei Jahre werden.
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Kommentare
Bin ich mit der Meinung alleine, dass man an der Kreuzung Hundebrinkstr.-Seumannstr. eine Ampel aufstellen sollte, damit der Verkehr der von der Altenessener Str. kommt eine Chance hat die Seumannstr zu überqueren bzw. auf die Hundebrinkstr. zu kommen?
Und noch ne Frage an die Hobby-Juristen: Ist die Umleitung Grund genug für eine Mietminderung auf der Hundebrinkstr.? Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
Ich denke nicht, daß das eine gute Idee wäre. Durch die Ampel an der Einmündung Unsuhrstr. sollte der Verkehr oft genug gestoppt werden, um die Situation an der Seumannstr. zu entschärfen. Eine zusätzliche Ampel würde nur für mehr Chaos und Rückstaus sorgen.
Zitat:
Nein, so etwas ist höhere Gewalt. Tröstet euch damit, daß ihr den Verkehr noch viel länger und schlechter vorbereitet ertragen müsstet, wenn der marode Abwassersammler in der Altenessener tatsächlich irgendwann eingebrochen wäre
…sagt das Internet dazu.
Theoretisch kann ich die Argumentation mit der Ampel an der Unsuhrstr. nachvollziehen. Wenn man aber für das Stück zwischen Altenessener Str und Hundebrinkstr über 15 Minuten braucht, sollte man nochmal drüber nachdenken. Am besten wäre wohl ein Beifahrer der aussteigt und ein wenig die Fussgängerampel "benutzt". Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
Daß das Chaos in diesem Bereich nicht ausbleiben konnte, stand von vornherein fest. Die Kapazität der Umleitung kann für den Verkehrsstrom, der normalerweise mit grüner Welle bei 50km/h zweispurig bis zur Lierfeld-/Hövelstraße rollt, einfach nicht ausreichen. Man kann nur hoffen, daß ausreichend Fahrer mit Ortskenntnissen diesen Bereich zu Stoßzeiten bestmöglich umfahren.
Es ist aber auf jeden Fall besser, diese Probleme jetzt koordiniert durchzustehen als plötzlich den ganzen Verkehr unvorbereitet vor der Tür zu haben, weil der Abwassersammler tatsächlich eingebrochen ist und die Altenessener von jetzt auf gleich für den gesamten Verkehr incl. der Straßenbahn gesperrt werden müßte. Dieses Chaos möchte sich vermutlich niemand wirklich vorstellen. Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren