Kalender 2001
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Unser Viertel
Geschrieben von: Lesebuchkreis Altenessen
Jede Siedlung, jeder Straßenzug war früher noch ein "Viertel" für sich. Jeder kannte jeden und jeder wußte über jeden Bescheid. Die Männer arbeiteten auf Zeche, ihre Ehefrauen waren Hausfrauen und Mütter. Nicht nur, weil jedermann zusah, was eingekauft wurde, war allen bekannt, was täglich auf dem Tisch stand, sondern es roch auch entsprechend im Treppenhaus.
Zu den Zechenwohnungen gehörte der Garten, der von jedem Bergmann penibel reinlich geputzt wurde. Fast jede Familie hatte ein Schwein oder Karnickel im Stall.
Ballsportverein Altenessen 06
Geschrieben von: Lesebuchkreis Altenessen
Vor mehr als 100 Jahren stand man der neuen Sportart Fußball verständnislos und ablehnend gegenüber. Es gab noch keine Fußballvereine. Man sah den Sport als "Ausländerei" an und verbot der Jugend das Fußballspielen. Trotzdem spielte man auf Straßen und Plätzen.
Im Herbst 1903 gründete ein kleine Zahl von Schülern des Altenessener Gymnasiums ein Mannschaft, die als Pioniertruppe des Altenessener Fußballsports angesehen werden kann. Das erste Fußballwettspiel in Altenessen nach einer Spielregel trug die Schülermannschaft auf einem Platz hinter dem damaligen Teich im Kaiserpark gegen den Sportverein Preußen Berge-Borbeck aus. Der Schülerverein siegte 8:0. Ein Jahr später löste sich der Schülerverein wieder auf. Es bildeten sich weitere Straßenclubs.
Historische Gräberfunde in Altenessen
Geschrieben von: Lesebuchkreis Altenessen
Als die Gewerkschaft "Vereinigte Helene und Amalie" im Jahr 1875 auf ihrer Schachtanlage mit dem Bau einer eigenen Kokerei begonnen hatte, fand man bei Ausschachtungsarbeiten zur Erstellung der Grundmauern Spuren aus längst vergangenen Zeiten. Sie lassen darauf schließen, daß es sich bei diesen Funden um Beigaben, die in früherer Zeit bei Bestattungen mit ins Grab gelegt wurden, handelte.
Altenessener Straßennamen
Geschrieben von: Lesebuchkreis Altenessen
Am 1. April 1915 wurde die Gemeinde Altenessen in die Stadt Essen eingemeindet, etliche Straßen mussten umbenannt werden. Erfreulicherweise besann man sich auf die altüberlieferten Flurbezeichnungen, Hofnamen und sonstigen örtlichen Begebenheiten und ließ diese als Straßennamen wieder aufleben. Diese charakteristischen Namen geben Auskunft über die ehemalige Bauerschaft.


