Die Zweigert-Brücke
Geschrieben von: Lesebuchkreis Altenessen
Im Zuge der schiffbaren Verbindung der Flüsse Ems und Rhein wurde als zweite Etappe, nach Fertigstellung des Dortmund-Ems-Kanals, der Bau des Rhein-Herne-Kanals in Angriff genommen. Hierdurch wurden neue bzw. zusätzliche Brückenbauwerke erforderlich, da eine völlige Veränderung der Verhältnisse durch den Bau des Kanals eintrat. Im September 1908 wurde der Plan für den Bau der Kanalbrücke für die Gemeinde Altenessen erstellt.
Die bis dahin bereits bestehenden Brücken über die beiden Emscherflüsse aus den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts waren Holzbrücken, die einer Eisenkonstruktion weichen mußten. "Durch den gleichzeitigen Bau der Kanalbrücke und der sich daran anschließenden Emscherbrücke wurde eine einzigartige Anlage von architektonischer Einheit geschaffen. "Zu Ehren des verstorbenen Vorsitzenden der Emschergenossenschaft, des Oberbürgermeisters Erich Zweigert in Essen und des Bergrates in Herne, erhielt die 1. Kanalbrücke den Namen Zweigert-Behrens-Brücke.
Diese Brücke, die die Altenessener Straßenbahn zweigleisig befahren konnte, wurde gegen Ende des Zweiten Weltkrieges von deutschen Soldaten gesprengt, damit sie von den Alliierten nicht für den Nachschub genutzt werden konnte. Von da ab versah eine Behelfsbrücke aus Holz, von den Briten erbaut, ihren Dienst.
Später wurde sie von einer eingleisig zu befahrenden Konstruktion ersetzt. Bevor die Straßenbahn diese Brücke passieren konnte, hielt sie kurz vor der Brücke an und es wurden sämtliche Türen verriegelt. Erst dann wurde die Fahrt über den Kanal fortgesetzt. Wenn man während der Fahrt auf die Brücke sah, konnte man unterhalb der Gleise den Kanal sehen.
1952/53 hatte man diese Notlösung durch eine von der Straßenbahn zweigleisig zu befahrende Kanalbrücke ersetzt. Wegen einer Überbeanspruchung der Brücke, vor allem durch die Straßenbahn, wurde 1999 ein Neubau erforderlich.
Der Rhein-Herne-Kanal ist als Erholungslandschaft erschlossen - Halden wurden zu grünen Bergen. Neue Wälder wachsen, speziell gefördert durch das Waldentwicklungsprogramm "Essener Norden", auf den alten Industrieflächen. Steht man bei sonnigem, warmem Wetter auf der Zweigert-Brücke und sieht den Schiffen nach, kommt ein Hauch von Romantik auf und das Gefühl tiefer Verbundenheit zur Heimat.
Siegfried Klein
Aus dem Altenessener Kalender Oktober 2001
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Kommentare
schönen Dank für Ihr Interesse an der Marina Essen. Auch wenn in letzter Zeit nicht mehr in der Presse berichtet wurde, arbeiten wir feste an der Planung für dieses Projekt. Es wird aber noch etwas dauern. Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
Sehr geehrter Herr Irmsch,
wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem zukünftigen Hafenquartier Marina Essen, das neue Maßstäbe für attraktives Wohnen und Leben am Wasser in der Metropole Ruhr setzten soll. An den Planungen hat sich in den letzten Monaten sehr viel getan, die Planungsgrundzü ge wurden aber nicht verändert: der Bebauungsplansp lanentwurf ist nach mehreren Anpassungen fast fertig, die Planungen für das Kanalumfeld sind konkretisiert, ein Förderantrag für eine "Kanaluferpromen ade" ist gestellt und wird am 23.04.2008 im Rat der Stadt Essen behandelt. Allgemeine Informationen zum Projekt finden Sie im Internet unter www.marina-essen.de. Aktuell möchte ich Ihnen zum Projektstand Folgendes ergänzen:
Bebauungsplanve rfahren Marina Essen
Ein Satzungsbeschlu ss des Bebauungsplanes Ende 2008 wird angestrebt.
Baubeginn
Die Arbeiten zur Baureifmachung und Erschließung des Geländes werden voraussichtlich Anfang 2009 beginnen und Anfang 2010 abgeschlossen, d.h. bis dahin ist das neue Hafenbecken ausgehoben, der Schiffsanleger für Flusskreuzfahrt schiffe ist (vorbehaltlich der derzeit noch offenen Förderzusagen) gebaut, die Hafenpromenade, die Straßen und Wege, die Baugrundstücke sowie die öffentlichen Grünanlagen sind terrassiert und im Wesentlichen angelegt. Mit dem Bau der Terrassenhäuser und der Grachtenhäuser soll baldmöglichst nach den vorbereitenden Geländearbeiten begonnen werden. Ein Einzugstermin für die neuen Bewohner des Hafenquartiers ist nach heutiger Planung ab Mitte 2010 möglich. Die Projektentwickl er haben sich zum Ziel gesetzt, die gesamte Baumaßnahme Marina Essen in kurzer Zeit durchzuführen, um Beeinträchtigun gen des Wohnens durch Bauaktivitäten so gering wie möglich zu halten.
Marinapark
Die Einbindung des Marina-Essen-Projektes in ein größeres Umfeldkonzept wird vorbereitet. Eine Machbarkeitsstu die „Marinapark Essen - Gelsenkirchen“, die zahlreiche Projektbaustein e zwischen Mathias-Stinnes-Hafen und Nordsternpark enthalten wird, soll gemeinsam mit Vertretern der Emschergenossen schaft, des RVR, der Stadt Gelsenkirchen, der Stadt Essen und der EWG erarbeitet werden. Ziel ist die Entwicklung weiterer „Urbaner Wasserlagen“ am Kanal, eingebettet in einen attraktiven, rd. 240 ha großen Landschaftspark .
Für ein persönliches Gespräch über „Ihre“ Marina Essen, steht Ich (T: 0201-82024-27) Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen, Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
Hallo Herr Irmsch,
wir Arbeiten am Bauleitplanverf ahren Marina Essen, auch wenn seit einiger Zeit nicht mehr über das Projekt öffentlich berichtet wird. Unsere Planungen gehen davon aus, das Planverfahren im kommenden Jahr abzuschließen.
Sollten Sie weitergehende Fragen haben, stehe ich Ihnen unter der unten angeführten Rufnummer zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
i.A.
Rudolf Schulte Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren
Das Planverfahren "hoffentlich" in 2010 abschließen… Es wäre schön, in der Zwischenzeit mehr über den Stand dieser Planungen zu erfahren, vor allem über Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Projekt, wie es nach wie vor auf der Derwald-Seite präsentiert wird Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren