Kalender 1989

Unsere Straßen in den 20er und 30er Jahren bei Dunkelheit

Geschrieben von: Lesebuchkreis Altenessen

ALtenessener Straße um 1920Die Beleuchtungen der Straßen während unserer Kindheit ließen noch viel zu wünschen übrig. Nur die Altenessener Straße hatte elektrische Beleuchtung. Die anderen Straßen hatten Gaslaternen. Die kleinen hatten gar keine Beleuchtung. Die Technik war wohl noch nicht so weit wie heute. Bei Zündungen der Laternen vom Gaswerk aus leuchteten nicht alle auf. Dann mußte der Gasmann mit einem Hakenstock von Hand zünden.

   

Erinnerungen an Schacht Heinrich

Geschrieben von: Lesebuchkreis Altenessen

Schacht HeinrichIch wurde im Schatten - viel besser gesagt - im Anblick des glühenden Kokses geboren. Wir wohnten ja gleich der Kokerei gegenüber, auf der mein Vater als Koksmeister und Schichtführer tätig war. Sein Kollege, der auch in unserem Viertel wohnte, und mein Vater hatten es sehr schwer. Eine Schicht hatte 12 Stunden. Von sechs bis achtzehn Uhr und von achtzehn bis sechs Uhr.

   

Kinderspiele

Geschrieben von: Lesebuchkreis Altenessen

Kinder mit KinderwagenNach dem Schulbesuch und den erledigten Schularbeiten konnten wir Kinder zum Spielen auf die Straße, da kaum Autos vorhanden waren, die unser Spiel gefährden konnten. Deshalb brauchten sich unsere Eltern auch nicht zu sorgen, wie das heute der Fall ist. Wir liefen Rollschuh, spielten Völkerball, Schlagball, Pitschendopp, Knickern (Murmeln), Verstecken, sprangen Seilchen und machten aus Kernseife Seifenblasen. Im Herbst, wenn die Felder abgeerntet waren (Stoppelfeld), zogen wir mit unseren Windvögeln zur Gladbecker Straße, die damals ein Feld war. Die Felder gehörten Bauer Kallenberg.

   

Ein Fesselballon im Kaiserpark

Geschrieben von: Lesebuchkreis Altenessen

1989-04Wir waren 25 Jungen, die sich regelmäßig zum Turnen in der Sporthalle der Realschule an der Stankeitstraße trafen. Drei von uns, einer davon war ich, mußten auf dem Weg zum Sport immer durch den Kaiserpark. So auch an einem Tag während der französischen Besatzung. Nichtsahnend, daß dieser Tag für uns recht aufregend werden sollte, nahmen wir unseren üblichen Weg, von Spindelmann quer durch den Kaiserpark Richtung Schule.

Doch diesmal konnten wir noch so eben am Haupteingang raus, da der halbe Park von Franzosen gesperrt war. Den Grund konnten wir dann auch bald sehen: Es war ein großer Fesselballon, der gut bewacht wurde.