| Schurenbachhalde |
| Geschrieben von Dietmar Hollenberg | |
| Donnerstag, 1. März 2007 | |
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Die Halde wurde bis zur Stilllegung 1986 von den Altenessener Zechen und der Zeche Zollverein zur Lagerung von Abraum genutzt. Danach wurde die Halde renaturiert und zum Landschaftsdenkmal umgebaut.
Die Halde ist Teil der Route der Industriekultur. Entstanden ist Essens jüngste und größte Halde erst in den 1970er Jahren. Beschickt wurde sie anfangs mit Waschbergematerial der Zeche Fritz-Heinrich in Altenessen. Ein Teil der heutigen Fläche wurde als Materiallager und Holzplatz genutzt, der Rest der Fläche war damals noch Ackerland, ein Sportplatz und einige als Sackgassen am Schurenbach endende Bergarbeitersiedlungen. Die größte Menge Waschberge kam später von der Verbundzeche Nordstern/Zollverein. 1986 entstand das Projekt der RAG, die Schurenbachhalde zum Vorzeigeberg aufzuschütten. Gleichzeitig mit der Aufschüttung erfolgte die Begrünung der Halde mit 250 000 Bäumen und Setzlingen; Wiesen und mehrere Teiche an der Ostseite wurden angelegt, Ruhebänke aufgestellt. Für dieses Projekt "Waldpark Schurenbach" plante die RAG bis 1995 Kosten in Höhe von 150 Mio. DM ein. Die Beschickung mit Berge geschah im Minutentakt, sehr zum Ärgernis der Anwohner. Zu deren Entlastung wurde dann eine moderne Gleisanlage eingerichtet, die im Zuge der Bundesgartenschau im Nordsternpark Gelsenkirchen für eine Museumsbahn genutzt wurde. Dieses Projekt ist mittlerweile mangels Bekanntheit und Nutzung wieder eingeschlafen, die Gleise rosten ungenutzt vor sich hin. Bereits 1991 war ein mehrere Kilometer langer Wanderweg des Sauerländischen Gebirgsvereins auf halber Höhe der Halde ausgebaut. Der Freizeitwert der Schurenbachhalde wurde schon während ihrer Entstehung von der Bevölkerung erkannt und angenommen.
Im Rahmen der IBA-Emscherpark wurde die Idee zur Schurenbachhalde als Landmarke geboren. 1995 war die Aufschüttung des Landschaftsbauwerkes Schurenbachhalde beendet.
Wer sehen möchte, wie sehr die Halde und der Emscherschnellweg die Region verändert haben, findet hier eine Ansicht der früheren Gleise, Straßen und des Schurenbachs aus dem Jahr 1955. Mehr Bilder von der Halde sind im Fotoalbum zu sehen. |
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