| Rhein-Herne-Kanal |
| Geschrieben von Dietmar Hollenberg | |
| Montag, 5. März 2007 | |
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Von Anfang an war der Rhein-Herne-Kanal nicht nur Güterschiffahrtsweg, sondern auch eine Freiraumachse in einer dicht besiedelten Industrielandschaft. Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Abkühlung Suchende finden dort ein langgestrecktes Erholungsparadies.
Im Sommer ist der Kanal ein beliebtes "Freibad". Leider verhindern Spundwände an den meisten Stellen einen bequemen und sicheren Ein- und Ausstieg. Geeignete Einstiegsstellen findet man an der Nordseite in der Nähe des Pumpwerks neben der B224 und an der Südseite am Ende der Emscherstraße. Allerdings dient der Kanal vorrangig der Schiffahrt, und deshalb sind ein paar Spielregeln zu beachten, um Ärger mit der Wasserschutzpolizei zu vermeiden: "Generell ist festzustellen, dass künstliche Wasserstraßen in erster Linie dem Schiffsverkehr dienen.
Hier findet man eine Karte beider Uferwege oder für die komfortablere Ansicht das Overlay für Google Earth.
Planungen, den Rhein mit der Weser und der Elbe zu verbinden, gab es angesichts der reinen Nord-Süd-Richtung der norddeutschen schiffbaren Flüsse bereits vor 300 Jahren. Auftrieb bekam die Idee nach 1815 während der preußischen Zeit. Die ursprünglichen Pläne scheiterten jedoch an der nicht schiffbaren Emscher. Ihr Flußbett war zu flach, die Fließgeschwindigkeit wegen der vielen Krümmungen zu gering, und schließlich lehnten die preußischen Behörden die Erweiterung des „Rinnsals“ aus Kostengründen ab.
Erst mit der Gründung des „Vereins für die bergbaulichen Interessen“ begann im Ruhrgebiet der Fortschritt im Verkehrs- und Transportwesen. Dazu gehörte der Ausbau des Kanalnetzes für die Binnenschiffahrt und eine Erweiterung des Eisenbahnnetzes, um die norddeutschen Gebiete mit Kohle zu beliefern und über die Nord- und Ostseehäfen den Handel mit Holland, England, Skandinavien und Russland zu fördern.
Am 5. April 1906 erfolgte der erste Spatenstich, am 14. Juli 1914 wurde die 45 km lange künstliche Wasserstrecke zwischen dem Rhein und dem Dortmund-Ems-Kanal für die Schifffahrt freigegeben. Im wesentlichen folgte der Kanal dem Lauf der begradigten Emscher und den dort angesiedelten Kohlezechen. In der Blütezeit der deutschen Steinkohle gab es mehr als 30 öffentliche und werkseigene Häfen zum Transport von Erz und Kohle. Außerdem diente der Kanal als zusätzliches Wasserreservoir für die Bevölkerung. |
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